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Informationen zur Zahnbehandlung im Ausland

Qualität als Grund für eine Zahnreise

Die Behandlungsqualität ist einer der beiden Hauptgründe, warum sich Patienten für eine Zahnreise entscheiden.

„absolute Qualität“ als Grund

Für eine Zahnbehandlung ins Ausland zu reisen ist vor allem dann eine Alternative, wenn im Heimatland keine ausreichend gute Zahnbehandlung verfügbar ist. In (West- und Nord-)Europa ist dies heutzutage eher nicht der Fall.

Fehlende gute Zahnärzte und mangelndes Vertrauen in die Arbeit des Dentallabors als Grund für eine Zahnreise kommt also eher in den weniger entwickelten Ländern vor – dann jedoch aufgrund der notwendigen finanziellen Mittel nur für eine Minderheit der Patienten.

„relative Qualität“ als Grund

In West- und Nordeuropa sind die Kosten sowie der vom Patienten zu tragene Eigenanteil für Zahnbehandlungen und Zahnersatz in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Selbst für einfache Problemlösungen wie etwa eine klassische Vollprothese sind teilweise stattliche Zuzahlungen notwendig. Patienten, mit einem gewissen Mindestanspruch – sei es festsitzender Zahnersatz oder zumindest gaumenplattenfreie Prothesen – suchen somit eine Alternative für bessere Qualität im Ausland.

Kostenerstattung bei Auslandsbehandlungen

Bei einer Zahnbehandlung innerhalb der Europäischen Union erhalten deutsche Patienten die gleiche Kostenerstattung wie bei einer Behandlung in Deutschland. Voraussetzung dafür ist das Einreichen eines Heil- und Kostenplans bei der Krankenversicherung.

Genehmigung des Heil- und Kostenplans

Dieser Heil- und Kostenplan wird vom Zahnarzt bei einer ausführlichen Untersuchung aufgestellt und umfasst sämtliche Maßnahmen der Zahnbehandlung.

Bevor eine Zahnbehandlung im Ausland angefangen wird, muss dieser Heil- und Kostenplan bei der Krankenversicherung eingereicht und von dieser genehmigt werden.

Gesetzliche Krankenkassen zahlen dabei einen sogenannten Festzuschuss auf Basis einer Regelversorgung (quasi ein einfache Standardversorgung). Dieser Zuschuss kann jedoch für jede anerkannte Behandlung eingesetzt werden, also beispielsweise auch für Implantate anstatt einer Brücke.

Bei einer Zahnbehandlung im Ausland kann man als Patient also den Eigenanteil deutlich verringern.

Bei Privaten Krankenversicherungen ist die Erstattung abhängig vom jeweiligen Vertrag, hierbei gibt es zahlreiche unterschiedliche Modelle. Aber auch hier gilt: Sie erhalten eine Kostenerstattung in gleicher Höhe (bzw. gleichem Prozentsatz) wie bei einer Behandlung in Deutschland.

Nachträgliche Erstattung

Bei einer Zahnbehandlung im Ausland trägt der Patient üblicherweise zunächst die gesamten Behandlungskosten. Nach dem Abschluss der Zahnbehandlung werden die Rechnungen bei der Versicherung eingereicht und es erfolgt die Erstattung des Zuschusses an den Patienten. Im Unterschied zur Behandlung in Deutschland rechnet die Krankenkasse somit nicht direkt mit dem Zahnarzt ab.

Einige Krankenkassen, wie beispielsweise die Techniker Krankenkasse, haben jedoch Vertragskliniken. Bei diesen muss der Patient den Zuschuss nicht auslegen, sondern die Krankenkasse rechnet auch hier direkt mit der ausländischen Zahnklinik ab.

Eine weitere Möglichkeit ist die Vereinbarung einer Abtretungserklärung zwischen der Krankenkasse und dem behandelnden Zahnarzt. Auch so kann man sich als Patient die Auslage des Zuschusses ersparen.

Für eine Zahnbehandlung ins Ausland

Die Versicherung ERGO Direkt hat in diesem Jahr eine Studie zum Medizintourismus und speziell zum Zahntourismus angefertigt. Die zentralen Fragen waren dabei:

  • Welche Gründe gibt es, für eine Zahnbehandlung ins Ausland zu reisen?
  • Worauf ist zu achten und was ist vorab wichtig?
  • Wie läuft die Zahnbehandlung im Ausland ab?

 

Zahntourismus nach Ungarn

Bei vielen Patienten, die für eine Zahnbehandlung ins Ausland reisen, ist Ungarn die erste Wahl. Das Land in der Mitte Europas hat darin schon frühzeitig eine Entwicklungschance gesehen und es ist ein regelrechtes Zentrum für die Zahnbehandlung von Patienten aus dem Ausland entstanden.

Zahnreise nach Ungarn

Es gibt zahlreiche Gründe, die für Ungarn als Ziel einer Zahnreise sprechen:

  • sehr gute Ausbildung der Zahnärzte seit Jahrzehnten
  • niedrige Lebenskosten vor Ort, niedriges Lohnniveau
  • sehr gute Erreichbarkeit mit Auto, Zug, Bahn und vor allem Flugzeug
  • attraktives Reiseland mit zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten

Zentren für Zahnbehandlungen in Ungarn

Insbesondere vier Zentren haben sich für die Zahnbehandlung in Ungarn herausgebildet:

  • Mosonmagyaróvár in der Nähe der Grenze zu Österreich und der Slowakei
  • Sopron (Ödenburg) in der Nähe der Grenze zu Österreich
  • Hévíz am Balaton (Plattensee)
  • Budapest, die Hauptstadt Ungarns

In den Städten Mosonmagyaróvár und Sopron sind zahlreiche Zahnkliniken und Zahnärzte vor allem auf den „kleinen Grenzverkehr“ abgestimmt und haben insbesondere Patienten aus Österreich als Zielgruppe, für die sich oft auch für kleinere Behandlungen die kurze Reise lohnt. Über 50 % der Patienten kommen so auch aus Österreich und reisen entweder am gleichen Tag zurück, oder aber bleiben nur wenige Nächte. (1)

Die Kurstadt Hévíz profitiert natürlich vor allem von den Kurgästen des größten natürlichen und biologisch aktivsten Thermalsees der Welt. Zudem profitiert man vom beliebten Urlaubsgebiet Balaton.  Über 50 % der Patienten kommen aus Deutschland, aber vor allem auch für Schweizer und Österreicher ist diese Region für die Zahnreise sehr beliebt. Die Patienten in Hévíz bleiben im Durchschnitt 10 Nächte und mehr vor Ort. (1)

Die Millionenmetropole Budapest profitiert insbesondere von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und den guten Flugverbindungen in (fast) alle Regionen Europas. Entsprechend kommt hier ein Großteil der Zahnpatienten aus Skandinavien, Großbritannien und Irland sowie zu gut 40 % aus Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt zwischen 5 und 14 Nächten. (1)

 Zahnkliniken in Ungarn

Zu den bekanntesten Zahnkliniken, die auf deutschsprachige Patienten ausgerichtet sind, zählen in den vier Zentren insbesondere:

(1) Quelle: Katrin Turger, Werkstattbericht Medizintourismus, Universität Trier 2004

Zahntourismus oder Auslandszahnersatz

In der TV-Werbung wird oft mit Kostenersparnis beim Zahnersatz aus dem Ausland geworben. Doch was steckt dahinter?

Zahntourismus – Zahnbehandlung im Ausland

Beim Zahntourismus, auch Dentaltourismus bezeichnet, erfolgt die Zahnbehandlung im Ausland. Das heißt der Patient reist für die Zahnbehandlung von seinem Wohnort in ein anderes Land. Die zahnmedizinischen Leistungen werden also im Ausland in Anspruch genommen.

Je nach dem Umfang der Zahnbehandlung kann dies mehrere Reisen ins Ausland bedeuten. Oftmals wird dieser Zahntourismus mit den Annehmlichkeiten einer Urlaubsreise verbunden – die Zahnreise.

Bei der Zahnreise wird also der Zahnersatz im Ausland hergestellt und dem Patienten auch im Ausland von einem dort ansässigen Zahnarzt eingesetzt.

Auslandszahnersatz

Beim Auslandszahnersatz, wie etwa von zahnersatzsparen.de beworben, wird der Zahnersatz im Ausland (meist Asien oder Afrika) angefertigt, dann nach Deutschland verschickt und dem Patienten vom lokalen Zahnarzt eingesetzt.

Dadurch ist eine direkte, persönliche Zusammenarbeit des Dentaltechnikers mit dem Zahnarzt oder gar dem Patienten ausgeschlossen und insbesondere bei notwendigen Korrekturen und Reparaturen entstehen lange Versandzeiten.

Zahntourismus in Europa

Eine Zahnbehandlung ist teuer, für Zahnersatz müssen schnell einmal mehrere Tausend Euro bezahlt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel nur einen Bruchteil der Gesamtkosten für Zahnimplantate, Kronen, Brücken und Prothesen. So bleibt ein hoher Eigenanteil, der von den Patienten zu tragen ist.

Auslandszahnbehandlung als Alternative

Viele Patienten suchen so nach einer Alternative zur teuren Behandlung am Wohnort und werden im europäischen Ausland fündig. Innerhalb der Europäischen Union haben sich zahlreiche Zahnkliniken auf die Behandlung von ausländischen Patienten spezialisiert. So vor allem in Ungarn, Spanien, Tschechien und auch Bulgarien.

Mit einer Zahnreise können Patienten somit bares Geld beim Zahnersatz sparen. Und dies bei zahlreichen Zahnkliniken mit einer hochprofessionellen Zahnbehandlung mit ausgezeichneter Qualität.

Worauf bei der Zahnreise zu achten ist

Möchte man sich im Ausland behandeln lassen, so ist einiges zu beachten. So gibt es natürlich nicht nur Kliniken auf deutschem Standard, sondern auch zahlreiche Zahnärzte und Praxen, von denen man besser die Finger lassen sollte, um hohe Folgekosten zu vermeiden.

Als Patient sollte man insbesondere darauf achten:

  • Bietet die Zahnklinik ausreichende Informationen vorab?
  • Welchen Eindruck vermittelt die Internetseite?
  • Wie lange existiert die Zahnklinik bereits?
  • Wie viele Patienten wurden dort bereits behandelt?
  • Sind Informationen über die Qualifikation der Zahnärzte vorhanden?
  • Besitzt die Klinik ein eigenes Dentallabor?
  • Gibt es eine umfangreiche Garantie auf den Zahnersatz? Sind auch die notwendigen Reise- und Hotelkosten für eine Garantiereparatur abgedeckt?
  • Ist die technische Ausstattung auf westeuropäischem Stand?
  • Ist der Klinikstandort einfach, schnell und preiswert erreichbar?
  • Existiert eine unabhängige Zertifizierung oder gar eine Kooperation mit einer deutschen Krankenkasse?

Gleiche Zuschüsse der Krankenkasse innerhalb der EU

Führt die Zahnreise zu einer Zahnklinik innerhalb der Europäischen Union, so können sich Patienten sogar über die identischen Zuschüsse der Krankenkassen freuen: Sie erhalten den gleichen Festzuschuss wie bei einer Behandlung in Deutschland.

Einige Krankenkassen, wie etwa die AOK in Brandenburg oder die Techniker Krankenkasse haben sogar Kooperationsverträge mit Zahnkliniken abgeschlossen.

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